Das erst vor wenigen Jahren erbaute Erwin-Hymer-Museum im beschaulichen Bad Waldsee nahe dem Bodensee ist ein ganz besonderes Museum: Hier dreht sich alles um die Geschichte des mobilen Reisens, kurz: ein Ort für Nomaden und solche, die es werden wollen.

Hier könnt ihr skurrile Fahrzeuge bestaunen und mutigen Pionieren begegnen, die sich verschiedensten Widrigkeiten gestellt haben, seien sie geologisch, wetter- oder gesellschaftlich bedingt gewesen, und auch schon einen Blick in die Zukunft werfen.

Wenn wir dieses Museum noch mit einem Wort spontan beschreiben müssten, so wäre das dieses: Sympathisch! Wirklich, alles hier ist so nett gemacht, wir haben uns selten irgendwo auf Anhieb so wohl und willkommen gefühlt. Wir zeigen es euch:

Wie kommt man denn am besten hin?

Bad Waldsee ist über die Regionalbahnen an die umliegenden Städte angebunden, allerdings ist es vom Bahnhof aus noch einmal etwa eine halbe Stunde zu Fuß zum Museum.

Etwas einfacher ist zugegebenermaßen die Anreise mit dem Auto, schließlich dreht sich hier alles um Menschen, die mobiles Reisen lieben: Es gibt einen riesigen, kostenfreien Parkplatz vor Ort, auf dessen Gelände – ohne Corona – auch regelmäßig Treffen, Events und Ausstellungen begeisterter Camper stattfinden. Schon an normalen Tagen könnt ihr einige reichlich ausgefallene, private Fahrzeuge herumstehen sehen.

Vom Bodensee aus benötigt ihr so zum Beispiel nur etwa eine Dreiviertelstunde bis hierher.

Was gibt es zu sehen im Erwin-Hymer-Museum?

Tickets kosten 11,50€ für Erwachsene und sind nur an der Tageskasse erhältlich, das geht aber schnell und problemlos. Kinder bis 18 Jahre sind sogar komplett kostenfrei, sehr familienfreundlich.

Direkt neben der Eingangshalle befindet sich ein Restaurant Café, aber wir geben nur schnell unsere Jacken und Taschen in einem der vielen Schließfächer ab und wollen dann erst einmal sehen, was es hier alles zu entdecken gibt. Und das ist eine Menge!

Tipp: Das Museum ist komplett barrierefrei und prima geeignet für Kinderwagen oder Buggys (Roller oder ähnliches sind allerdings nicht erlaubt).

Schon in der Eingangshalle des Erwin-Hymer-Museums sind ein paar weitergereiste Motorräder zu bestaunen, im Hintergrund das Restaurant.

Schon in der Eingangshalle des Erwin-Hymer-Museums sind ein paar weitgereiste Motorräder zu bestaunen, im Hintergrund das Restaurant.

Der Weg in die Ausstellung führt durch einen Gang, in dem Video-Szenen Einblick in Urlaubsvorbereitungen geben. Cool!

Der Weg in die Ausstellung führt durch einen Gang, in dem Video-Szenen einen Einblick in Urlaubsvorbereitungen geben. Cool!

Durch einen abgedunkelten Gang geht es dann zu den eigentlichen Ausstellungsräumen, vorbei an liebevoll herausgesuchter Dekoration, die uns schon auf das Reisen einstimmt: Schlauchboote, Skateboards, Campingtische, Klappboxen mit Spülmittel und Küchenrollen, Sonnenschirme, Hula-Hoop-Reifen und Gitarren. Durch Fake-Türen hindurch kann man in hellerleuchteten Video-Sequenzen anderen Leuten beim Packen zusehen.

Sehr nett gemacht, uns gefällt es jetzt schon total gut hier!

Auf der Alpen-Route

Die eigentlich Ausstellung befindet sich dann dahinter in einer gigantischen, mehr als 6.000 qm großen Halle. Der Weg hindurch ist in praktische „Routen“ nach ihren jeweiligen Themen aufgeteilt. Los geht es mit der „Alpen-Route“ und den allerersten Fahrzeugen des mobilen Reisens. Natürlich dürfen auch diverse originalgetreue Oldtimer, die die allerersten Wohnmobile damals zogen, nicht fehlen. Wow!

Eine Serpentinenstraße bringt uns vorbei an den ersten, tollen Modellen in den ersten Stock.

Eine Serpentinenstraße bringt uns vorbei an den ersten, tollen Modellen in den ersten Stock.

Mal einen Blick in so alte Autos zu werfen ist schon cool!

Mal einen Blick in so alte Autos zu werfen ist schon cool!

Wie liebevoll eingerichtet der Wohnwagen ist, mit handgenähten Sitzkissen und farbenfrohen Mini-Gardinen.

Wie liebevoll eingerichtet der Wohnwagen ist, mit handgenähten Sitzkissen und farbenfrohen Mini-Gardinen.

Für mehr Platz konnte man das Dach hochfahren - damals schon!

Für mehr Platz konnte man das Dach hochfahren – damals schon!

Immer höher bringt uns die Serpentinenstraße, vorbei an so vielen tollen Oldtimern.

Immer höher bringt uns die Serpentinenstraße, vorbei an so vielen tollen Oldtimern.

Ein uralter, knallroter Opel Kadett - jedes Fahrzeug hier hat eine Geschichte zu erzählen.

Ein uralter, knallroter Opel Kadett – jedes Fahrzeug hier hat eine Geschichte zu erzählen.

Riesige Lenkräder und eine gemütlich gepolsterte Sitzbank - aber weit und breit noch keine Sicherheitsgurte!

Riesige Lenkräder und eine gemütlich gepolsterte Sitzbank – aber weit und breit noch keine Sicherheitsgurte!

Bei den Formen der Wohnwagen wurde so ziemlich alles ausprobiert, hier ein windschnittiges Ei!

Bei den Formen der Wohnwagen wurde so ziemlich alles ausprobiert, hier ein windschnittiges Ei!

Aber von innen ist es ziemlich geräumig, das Ei. Natürlich dürfen auch hier die Spitzengardinen nicht fehlen.

Aber von innen ist es ziemlich geräumig, das Ei. Natürlich dürfen auch hier die Spitzengardinen nicht fehlen.

Eine nachtschwarzglänzende Limousine von Mercedes Benz - was ein Hingucker!

Eine nachtschwarzglänzende Limousine von Mercedes Benz – was ein Hingucker!

Auch hier können wir uns einen Blick ins Innere nicht verkneifen - schicke Ledersitze!

Auch hier können wir uns einen Blick ins Innere nicht verkneifen – schicke Ledersitze!

Und was für einen beeindruckenden Wohnwagen diese Limousine zieht! Wahrlich ein Haus auf Rädern.

Und was für einen beeindruckenden Wohnwagen diese Limousine zieht! Wahrlich ein Haus auf Rädern.

Im ersten Stockwerk angekommen solltet ihr euch unbedingt auch etwas Zeit nehmen für die Ecke, in der die Geschichten der ersten Wohnmobil-Pioniere aus den 30er Jahren erzählt werden:

Von einem Unternehmer und seiner Frau, einer Künstlerin, die ihn auf seinen Geschäftsreisen gerne begleiten wollte und ihn deshalb bat, ein „Wohnauto“ zu bauen, damit sie unterwegs auch malen könne – Deutschlands ersten Wohnwagen.

Von einem Dichter, der zur selben Zeit gleich seine gesamte Familie in einen selbstgebauten Campingvan einpackte und mit ihnen ein halbes Jahr ganz Deutschland erkundete – und die dabei oft genug sowohl bestaunt als auch beschimpft wurden.

Von einem Gärtner, der, nachdem sein Wochenendhäuschen von Einbrechern ausgeraubt wurde, wütend beschloß, eine neue Bleibe zu konzipieren, die jederzeit mit ihm herumfahren könnte und mit der er dann – obwohl Experten und Politiker bis hin zum ADAC es für unmöglich hielten – sogar den höchsten Gebirgspass der Alpen zu überqueren schaffte.

Ein Schmied, der zu damaligen Zeiten auf Reisen mit seiner Freundin keine Hotelzimmer anmieten durfte, da sie noch nicht verheiratet waren, und der dann kurzentschlossen einfach ein eigenes Zuhause auf Rädern fertigte, damit sie gemeinsam unterwegs sein konnten.

So viele faszinierende Geschichten von so vielen Menschen, die nicht aufgaben und einfach eigene Lösungen erfanden!

Bella Italia

Weiter führt unser Weg nun entlang einer weitläufigen Fensterfront mit spektakulärem Blick auf die umgebende Landschaft direkt weiter zum nächsten Streckenabschnitt: Auf zur „Italien-Route“.

In den 50er Jahren können mit steigendem Wirtschaftswachstum immer mehr Menschen in Urlaub fahren, und das machen viele mit aus heutiger Sicht teils wunderlichen und nicht selten außerordentlich klug und platzsparend konzipierten Vehikeln.

Schaut euch das an:

Die Ära der Kleinstwagen beginnt: Hier der berühmte "Janus" der Zündapp-Werke, ein wahres Raumwunder, mit Platz für vier Personen!

Die Ära der Kleinstwagen beginnt: Hier der berühmte „Janus“ der Zündapp-Werke, ein wahres Raumwunder, mit Platz für vier Personen!

Man konnte natürlich auch alle wichtigen Dinge für einen Ausflug damit transportieren, wie Kofferradios, Kissen, Kameras und Picknickkörbe.

Man konnte natürlich auch alle wichtigen Dinge für einen Ausflug damit transportieren, wie Kofferradios, Kissen, Kameras und Picknickkörbe.

Übrigens erkennen wir hier, beim Durchstöbern der unzähligen, anschaulichen Infotafeln mit den vielen interessanten Geschichten, wieder einmal sehr gut, wie eng die Entwicklung großer Ideen doch vom Zufall abhängt: So durften die berühmten Dornier-Werke in Friedrichshafen, seit jeher der Luftfahrt verschrieben, nach Ende des zweiten Weltkriegs zunächst keine Flugzeuge mehr herstellen und engagierten daher einen jungen, noch unbekannten Ingenieur aus Bad Waldsee, eben jenen Erwin Hymer, in dessen Museum wir nun stehen, stattdessen den Prototyp eines Kleinstwagen für den Straßenverkehr zu entwickeln.

Nachdem das Verbot der Flugzeugproduktion dann wieder aufgehoben wurde, kehrten die Dorniers allerdings schnell zurück zu den angestammten Flugzeugen, Erwin Hymer stieg in die Welt der Wohnmobile ein und der besagte Prototyp wurde nach Nürnberg an die Zündapp-Werke verkauft, die daraus eben den Verkaufsschlager „Janus“ entwickelten, den wir nun vor uns haben.

Ist es nicht faszinierend zu sehen, wie alles zusammenhängt? Und wie interessant, wie sich alles, was wir sowohl im Flugzeugmuseum der Doniers als auch in der Stadt Nürnberg (obwohl wir dort eher noch etwas früher, zur Hochzeit der Nationalsozialisten, unterwegs waren) erlebt haben, nun zusammenfügt?

Diese kleinen Mini-Autos zogen in den 50er und 60er Jahren tatsächlich auch noch passende kleine Wohnmobile hinter sich her!

Diese kleinen Mini-Autos zogen in den 50er und 60er Jahren tatsächlich auch noch passende kleine Wohnmobile hinter sich her!

Aber auch diese kleinen Wohnmobile boten schon genügend Platz, um damit frei und ungebunden die Welt zu erkunden.

Aber auch diese kleinen Wohnmobile boten schon genügend Platz, um damit frei und ungebunden die Welt zu erkunden.

Noch so ein berühmtes Kultobjekt dieser Zeit: Eine Isetta von BMW, "Knutschkugel" genannt.

Noch so ein berühmtes Kultobjekt dieser Zeit: Eine Isetta von BMW, „Knutschkugel“ genannt.

Ein "Piccolo", ein passender Caravan Anhänger, komplettierte die Isetta für Urlaubsreisen und Ausflüge.

Ein „Piccolo“, ein passender Caravan Anhänger, komplettierte die Isetta für Urlaubsreisen und Ausflüge.

Doch auch richtige, große Wohnmobile gab es schon: hier das "Reisemobil de Luxe", samt Sonnenschirm und Sichtschutz auf dem Dach!

Doch auch richtige, große Wohnmobile gab es schon: hier das „Reisemobil de Luxe“, samt Sonnenschirm und Sichtschutz auf dem Dach!

Durch eine Luke gelangt man über eine Leiter nach oben, auf das Reisemobil.

Durch eine Luke gelangt man über eine Leiter nach oben, auf das Reisemobil.

Und das ist Erwin Hymers erstes eigenes Reisemobil: Der Caravano 3.

Und das ist Erwin Hymers erstes eigenes Reisemobil: Der Caravano 3.

Tipp: Für alle, die mit kleineren Kindern hier im Museum unterwegs sind, kommt auf dieser Höhe übrigens nun ein komplett als Spielplatz ausgebautes Wohnmobil – extra für die ganz jungen Pioniere. Auch sonst sind im ganzen Gebäude übrigens immer wieder interaktive Stationen verteilt, es ist also an alle Altersgruppen gedacht!

Auf den Spuren der Hippies bis nach Indien

Für uns geht es nun auf zur nächsten Etappe: Auf die „Indien-Route“, und wie sich das gehört, beginnt dieser mit dem Klassiker aller Campervans, der Mutter aller Wohnmobile: Dem einzig wahren Bulli, einem echten T1 von Volkswagen.

Dieser Bulli hat Indien, Sri Lanka und Nepal gesehen - und kam erst im Jahr 2000 von seiner letzten Tour aus Afghanistan zurück.

Dieser Bulli hat Indien, Sri Lanka und Nepal gesehen – und kam erst im Jahr 2000 von seiner letzten Tour aus Afghanistan zurück.

Voller Werkzeuge, Zubehör, Campingutensilien und Reise-Souvenirs - ein wahrer Weltenbummler!

Voller Werkzeuge, Zubehör, Campingutensilien und Reise-Souvenirs – ein wahrer Weltenbummler!

Sogar ein waschechtes Tuktuk, eine Auto-Rikscha, hat den Weg von Thailand entlang der Seidenstraße über Afrika bis hierher nach Deutschland ins Erwin-Hymer-Museum gefunden!

Sogar ein waschechtes Tuktuk, eine Auto-Rikscha, hat den Weg von Thailand entlang der Seidenstraße über Afrika bis hierher nach Deutschland ins Erwin-Hymer-Museum gefunden!

Marke Eigenbau

Weiter führt unser Weg nun zur nächsten Route, an der sich viele selbstkreierte Eigenbauten aufreihen:

Der Erbauer dieses Kleinods hat eine ungewöhnliche Rundung als Form gewählt - schöne Rundum-Aussicht!

Der Erbauer dieses Kleinods hat eine ungewöhnliche Rundung als Form gewählt – schöne Rundum-Aussicht!

An der Einrichtung erkennt man zielsicher, in welchem Jahrzehnt dieses Mobil gebaut wurde!

An der Einrichtung erkennt man zielsicher, in welchem Jahrzehnt dieses Mobil gebaut wurde!

Es gibt auch eine Vitrine mit unzähligen, nostalgischen Wohnmobil- und Wohnwagen-Modellen, hach!

Es gibt auch eine Vitrine mit unzähligen, nostalgischen Wohnmobil- und Wohnwagen-Modellen, hach!

Der Erbauer dieses Gefährts "Pieper W 360" hat sich ebenfalls für eine ungewöhnliche Form entschieden.

Der Erbauer dieses Gefährts „Pieper W 360“ hat sich ebenfalls für eine ungewöhnliche Form entschieden.

Dieses interessante Modell, "Friedel EW 500-3", hat sich ein Tüftler in der DDR ausgedacht.

Dieses interessante Modell, „Friedel EW 500-3“, hat sich ein Tüftler in der DDR ausgedacht.

Vorsicht, Straßenkreuzer kreuzen!

Entlang der „Marokko-Route“ mit vielen Informationen über abenteuerliche Wüstentouren geht es für uns nun wieder abwärts ins untere Geschoss, und zwar dieses Mal über eine breite Rampe, die mit einer Kolonne majestätischer Straßenkreuzer – samt passender Anhänger natürlich – gesäumt ist.

Dieser Opel Rekord mit Anhänger sieht mit seinen großen Panoramascheiben glatt aus wie ein amerikanischer Straßenkreuzer.

Dieser Opel Rekord mit Anhänger sieht mit seinen großen Panoramascheiben glatt aus wie ein amerikanischer Straßenkreuzer.

Bei diesem wieder eher rundlichen Anhänger ist die Türe hinten an Heck angebracht.

Bei diesem wieder eher rundlichen Anhänger ist die Türe hinten am Heck angebracht.

Neben den ganzen coolen Anhängern und außergewöhnlichen Wohnmobilen stehen hier im Erwin-Hymer-Museum auch wirklich ein paar tolle Oldtimer, wie dieser Renault Dauphine...

Neben den ganzen coolen Anhängern und außergewöhnlichen Wohnmobilen stehen hier im Erwin-Hymer-Museum auch wirklich ein paar tolle Oldtimer, wie dieser Renault Dauphine…

... dieser schöne, altehrwürdige, klassische Mercedes Benz...

… dieser schöne, altehrwürdige, klassische Mercedes Benz…

...oder dieser wunderbare Ford Taunus!

…oder dieser wunderbare Ford Taunus!

Nordamerika

Im unteren Geschoss erwartet uns die „Nordamerika-Route“, und designmäßig sind wir nun auch klar auf dem Weg in die 80er Jahre.

Das Orion-Wohnmobil war ein Amphibien-Fahrzeug, das sogar schwimmen konnte.

Das Orion-Wohnmobil war ein Amphibien-Fahrzeug, das sogar schwimmen konnte.

Der Inbegriff des amerikanischen Roadtrips: Ein Ford Ranger mit einem echten, chromblitzenden Airstream hintendran!

Der Inbegriff des amerikanischen Roadtrips: Ein Ford Ranger mit einem echten, chromblitzenden Airstream hintendran!

Zukunft

Nach einem kurzen Abstecher durch die Themenwelten Skandinavien und Atlantik leuchtet uns nun schon groß die finale Route entgegen: Die Zukunft. Hier lässt es sich die Firma Hymer natürlich nicht nehmen, ihr eigenes, neuestes Gefährt zu präsentieren. Ist ja nunmal auch ihr eigenes Museum. Und es ist so spannend zu sehen, wie sich über die Jahre alles verändert hat, wenn man nun einmal zurückblickt!

Design, Komfort, Technik: Jetzt sind wir beiden neuesten Modellen angekommen.

Design, Komfort, Technik: Jetzt sind wir bei den neuesten Modellen angekommen.

Was wird die Zukunft wohl bringen? Sicherlich jede Menge neue Camper, sowohl Fahrzeuge als auch Menschen!

Was wird die Zukunft wohl bringen? Sicherlich jede Menge neue Camper, sowohl Fahrzeuge als auch Menschen!

Fazit: Lohnt sich ein Besuch im Erwin-Hymer-Museum?

Unser Urteil: Absolut! Wie ihr es euch bei unserem begeisterten Bericht wohl schon gedacht habt, hat es uns supergut gefallen hier im Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen, und tatsächlich möchten wir euch raten, lieber etwas mehr als zu wenig einzuplanen.

Man kann es wohl in zwei Stunden schaffen, aber dann muss man schon ausgesprochen zügig durchgehen. Wer auch einmal länger irgendwo verweilen möchte (und es gibt so viel zu gucken und so viel zu entdecken hier!), der sollte mindestens eine weitere Stunde oder besser gleich noch mehr einplanen.

Zumal am Ende des Rundgangs – neben dem anfangs erwähnten Restaurant Café – auch noch dieser Shop auf euch wartet, in dem so ziemlich alles an Zubehör, Büchern, Karten, Nippes und Schnickschnack zu finden ist, was irgendwie auch nur im Entferntesten mit Campen, Reisen und die Welt zu erkunden zu tun hat. Man würde am liebsten einfach direkt alles mitnehmen.

Hier fällt die Wahl schwer - im Museums-Shop des Erwin-Hymer-Museums gibt es so viele schöne Dinge!

Hier fällt die Wahl schwer – im Museums-Shop des Erwin-Hymer-Museums gibt es so viele schöne Dinge!

Und was kann man sonst noch so in der Nähe des Erwin-Hymer-Museums unternehmen?

Wenn ihr nach diesem wunderbar nostalgischen Rundgang durch die Welt des mobilen Reisens noch Puste habt, dann könnt ihr euch im kaum eine Viertelstunde entfernten Kurort Bad Wurzach noch ein außergewöhnliches Barock-Treppenhaus im dortigen Schloss anschauen (kein Scherz, das ist wirklich einen Ausflug wert).

In einer Dreiviertelstunde erreicht ihr schon den Bodensee, wo ihr im schönen Friedrichshafen die Promenade entlangwandern oder Flugzeuge im Dornier-Museum oder Luftschiffe im Zeppelinmuseum bestaunen könnt. Nicht weit entfernt in Unteruhldingen gibt es ein tolles Freilichtmuseum mit Pfahlbauten aus der Eisen- und Bronzezeit, das sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zu erkunden. Ihr könnt auch dem beeindruckenden Kloster und Schloss Salem mit seinem gotischen Münster und den vielen Kunsthandwerkern einen Besuch abstatten.

Alternativ erreicht ihr innerhalb von etwa einer Stunde Wegzeit auch die Ortschaft Oberstaufen, von wo aus ihr mit den Gondeln der Hündle-Bahn auf die Allgäuer Alpen hinauffahren könnt. Eine tolle Sache!

Erzählt mir gerne mal, was euch am besten gefällt!


Erwin-Hymer-Museum

Robert-Bosch-Straße 7
88339 Bad Waldsee
erwin-hymer-museum.de

Täglich von 10 – 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr.

Eintritt: Erwachsene 11,50€, Kinder bis 18 Jahre kostenfrei. Tickets gibt es ausschließlich vor Ort.