Der Kölner Zoo ist einer der ältesten seiner Art in Deutschland und seit eh und je eine der Top-Sehenswürdigkeiten, egal, ob man nur zu Besuch in der Stadt am Rhein ist oder hier lebt.

Kölner Zoo und Corona – wie funktioniert das?

Wie alle anderen Attraktionen war auch der Kölner Zoo seit März aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Als er seine Tore wieder öffnen durfte, hatten wir das Glück, unter den ersten Besuchern zu sein!

Der Zutritt ist bis auf Weiteres allerdings noch limitiert. Man muss sich vor dem Besuch nicht nur ein Ticket online kaufen, sondern in einem zweiten Schritt auch eine Reservierung für ein festes Datum vornehmen – vorausgesetzt, am gewünschten Tag sind noch Plätze frei. Das Procedere ist aber sehr einfach und übersichtlich und in wenigen Sekunden erledigt.

Hier der Link zum Ticketkauf und hier der Link zur Reservierung.

Tierhäuser und das Aquarium sind momentan noch geschlossen, ebenso sind die beliebten öffentlichen Fütterungen leider aktuell nicht möglich. Ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr ist im Online-Ticket enthalten, so dass keine zusätzlichen Kosten für An- und Abreise entstehen.

Wie kommt man hin zum Kölner Zoo?

Durch seine zentrale Lage in Riehl nahe der Zoobrücke ist der Kölner Zoo für alle gut erreichbar: Mit dem Auto parkt man am besten im Zoo-Parkhaus oder kostenlos unter der Zoobrücke, am Nebeneingang Riehler Gürtel oder auf der Riehler Straße.

Noch einfacher ist es mit der Bahn: Die Linie 18 hält an der Haltestelle „Zoo/Flora“, und von da aus steht man nach Überqueren der Straße quasi schon direkt vor dem Haupteingang. Mit dem Bus bringt einen die 140 ans Ziel.

Die Haltestelle "Zoo/Flora" der Linie 18 liegt genau gegenüber des Eingangs zum Zoo.

Die Haltestelle „Zoo/Flora“ der Linie 18 liegt genau gegenüber des Eingangs zum Zoo.

Es gibt – zumindest außerhalb von Corona-Zeiten – noch zwei besondere Alternativen, wie man hierher gelangen kann: Zum einen die zugegebenermaßen ziemlich touristische Bimmelbahn, den „Zoo-Express“, dessen Haltestelle sich ebenfalls genau vor dem Haupteingang befindet, und zum anderen kann man prima vom anderen Rheinufer aus, vom Rheinpark, mit der Seilbahn übersetzen!

Und noch bevor man die Schranke des Eingangsbereichs des Zoos überhaupt passiert hat, kann man durch ein Stück Glaswand von außen schon einen Blick auf die ersten tierischen Bewohner erhaschen: Die Wildesel!

Die Wildesel frühstücken gerade.

Die Wildesel frühstücken gerade.

Wilde Tiere I: Die erste halbe Runde durch den Zoo

Innerhalb des Zoos kann man grundsätzlich eigentlich auf allen Wegen gehen, wohin und wie herum man möchte, aber während der Corona-Pandemie wird darum gebeten, dem ausgeschilderten offiziellen Rundweg zu folgen. Das ist nicht weiter schlimm, so verpasst man wenigstens auch nichts.

Nach der Ticketkontrolle gibt es zum einen den Sammelpunkt, falls man sich gemeinsam mit anderen erst hier treffen möchte, außerdem kann man für kleines Geld Bollerwagen ausleihen, das obligatorische Zoo-Foto schießen lassen oder direkt schon einmal auf Toilette gehen. In Corona-Zeiten achten die Putzfrauen nun darauf, dass die Räume erst nacheinander betreten werden, das klappt sehr gut!

Dann aber geht es endlich richtig los, und zwar mit den Kamelen, die sich auf die ersten Besucher an diesem Morgen, unter denen wir uns befinden, nach so langer Zeit tatsächlich zu freuen scheinen: Ganz aufgeregt kommen sie direkt ganz nah zum Zaun und wir fragen uns, wer hier wen beobachtet.

Den Anfang machen immer die Kamele.

Den Anfang machen immer die Kamele.

Es ist so schön, wieder einmal hier zu sein, oder nach den wochenlangen Ausgangsbeschränkungen überhaupt wieder einmal irgendwo zu sein. Und neben den Tieren, die es zu bestaunen gibt, wird mir bei diesem Besuch erst bewusst, wie schön auch die Landschaften überhaupt hier im Zoo angelegt sind, schaut mal:

Einfach wunderbar, hier spazierengehen...

Einfach wunderbar, hier spazierengehen…

...und die Wege entlang zu schlendern.

…und die Wege entlang zu schlendern.

Die Erdmännchen sind heute morgen noch nicht unterwegs, dafür aber jede Menge Flamingos, und auch andere, sonst eher scheue Bewohner lassen sich heute blicken:

Als nächstes kommen die Flamingos...

Als nächstes kommen die Flamingos…

... selbst die scheuen Geparden zeigen sich heute...

… selbst die scheuen Geparden zeigen sich heute…

...und auch einen kurzen Blick auf den Grizzlybären können wir erhaschen.

…und auch einen kurzen Blick auf den Grizzlybären können wir erhaschen.

Hinter der mondänen Direktorenvilla (stellt euch bloss mal vor, wie das gewesen sein muss, hier zu wohnen!) wird es laut: Das historische Vogelhaus nebenan wird samt umgebendem Gelände gerade komplett umgebaut zum neuen Südamerika-Pavillon.

Die Direktorenvilla des Kölner Zoos: Ein traumhaftes Gebäude im klassizistischen Stil.

Die Direktorenvilla des Kölner Zoos: Ein traumhaftes Gebäude im klassizistischen Stil.

Auf zu neuen Welten: Die Zukunft des Kölner Zoos

Der Tierpark hat sich nämlich einiges vorgenommen:  In den nächsten Jahren wird das Gelände nahezu komplett umgestaltet, die Tiere sollen nach den Kontinenten Afrika, Südamerika, Asien, Europa und Arktis gruppiert werden.

Man geht also demnächst nicht mehr beliebig „Tiere gucken“, sondern durchstreift quasi die geographischen Zonen der Welt und erfährt dabei, welche Tiere wo leben.

Das hört sich super an, finden wir. Es bleibt also spannend!

Bereits seit den 80er Jahren ändert sich das gesamte Tiergarten-Konzept Stück für Stück hin zu einer „Tierhaltung unter naturnahen Bedingungen“, in denen nicht mehr, wie früher in Zoos üblich, Exoten dem schaulustigen Publikum schlimmstenfalls noch in Gitterkäfigen präsentiert werden, sondern wo artgerechte Simulation des natürlichen Lebensraumes geschaffen werden, in denen die Tiere ihren Bedürfnissen entsprechend leben können, und die wir, die Besucher, eigentlich nur als Gäste durchstreifen dürfen.

Der Fokus liegt also mehr und mehr auf Artenschutz und Artenerhaltung der Tiere, und gleichzeitig auf der Gestaltung einer lehrreichen Erlebniswelt anstelle einer „Show“ für die Besucher.

Das führt eben auch dazu, dass man manchmal die Tiere, die man gerne sehen möchte, nicht zu Gesicht bekommt – wie es uns bei den Orang-Utans passierte. Aber damit können wir gut leben, schließlich gibt es genügend andere Tiere zu sehen. Und vielleicht ja dann beim nächsten Mal!

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.. leider keine Orang-Utans heute für uns.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.. leider keine Orang-Utans heute für uns.

Eins der Highlights bei jedem Zoobesuch ist das Erreichen des 2004 eröffneten gigantischen Elefantenparks, dem größten und modernsten nördlich der Alpen. Der ein oder andere mag sich erinnern, dass es an dieser Stelle früher einen idyllischen Weiher mit Bänken drumherum zum Ausruhen gegeben hat.

Auf’s Stichwort: Hier angekommen hat man nun die Hälfte des Rundwegs hinter sich gebracht, und es ist wirklich Zeit für eine Pause!

Die Elefanten muss man einfach sehen!

Die Elefanten muss man einfach sehen!

Auf dem Spielplatz

Bänke stehen heutzutage immer noch genügend in diesem Bereich (so wie auch im ganzen Zoo), aber direkt gegenüber dem Elefantenpark befindet sich noch einer der Hauptanziehungspunkte für alle Kinder: Der große Spielplatz!

Ein zweiter befindet sich übrigens kurz vor dem Ausgang beim Zoo-Restaurant.

Sitzgelegenheiten zum Ausruhen findet man überall im Zoo.

Sitzgelegenheiten zum Ausruhen findet man überall im Zoo.

Ein Magnet für alle Kinder: Der schöne und naturnah gestaltete Spielplatz!

Ein Magnet für alle Kinder: Der schöne und naturnah gestaltete Spielplatz!

Sogar mit komplettem Piratenschiff!

Sogar mit komplettem Piratenschiff!

Wilde Tiere II: Die zweite halbe Runde durch den Zoo

Nach einer ausgedehnten Pause kann es dann weitergehen. Hier stoppt man dann aber garantiert gleich wieder: Am historischen Seelöwenfelsen, der übrigens seit den frühen Anfängen des Zoos erhalten wurde und schon seit dem 19. Jahrhundert hier zu finden ist.

Die sehr beliebten Fütterungen finden aktuell leider nicht statt, aber den Seelöwen einfach eine Weile so zuschauen macht auch Spaß.

Das Seelöwenbecken des Kölner Zoos.

Das Seelöwenbecken des Kölner Zoos.

Vorbei an vielen Vogelvolieren geht es weiter zu den anmutigen Przewalski-Pferden.

Frei lebend gibt es diese Wildpferde weltweit seit über 50 Jahren nicht mehr – sie werden hier und in anderen Zoos gezüchtet, um sie in in Osteuropa und Asien wieder auszuwildern.

Typisch für die Przewalski-Pferde sind ihre kurzen, stoppeligen Mähnen.

Typisch für die Przewalski-Pferde sind ihre kurzen, stoppeligen Mähnen.

Danach kommen die Pinguine – hier ist immer was los!

Das Pinguinbecken wird gekühlt, damit den Bewohnern der Antarktis nicht zu warm wird.

Das Pinguinbecken wird gekühlt, damit den Bewohnern der Antarktis nicht zu warm wird.

Hinter dem Pinguinbecken verlassen wir kurz die Hauptroute durch den Zoo und machen einen kleinen Abstecher in die Mitte, die man sonst verpasst.

Wir überqueren eine kleine Brücke, an der wir diese beiden Schwäne kennenlernen, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalten. Sie machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie heißen ‚Trompetenschwäne‘, wie uns das Schild verrät – und sie beißen, also Obacht! Tatsächlich hört sich ihr Ruf wirklich wie Trompetenfanfaren an und ist auch ebenso laut, unglaublich!

Trompetenschwäne - die kannten wir vorher auch noch nicht.

Trompetenschwäne – die kannten wir vorher auch noch nicht.

Durch die limitierte Besucherzahl haben wir manche Wege im Zoo fast ganz für uns alleine – das ist auch etwas Positives. So schön ruhig erleben wir den Tierpark sonst nie.

Schon auch schön, so viel Ruhe im Zoo dank der limitierten Tickets.

Schon auch schön, so viel Ruhe im Zoo dank der limitierten Tickets.

Ein Stück weiter ist es mit der Ruhe aber auch schon wieder vorbei: Wir sind an einem weiteren Herzstück des Kölner Zoos angekommen: Dem Pavianfelsen!

Bei seiner Eröffnung Anfang des 20. Jahrhunderts war das ein ganz neuer Ansatz: Nicht durch Gitter, sondern durch einen Wassergraben werden Tiere und Menschen auf Abstand voneinander gehalten.

Hier gibt es immer etwas zu gucken: Am Affenfelsen im Kölner Zoo.

Hier gibt es immer etwas zu gucken: Am Affenfelsen im Kölner Zoo.

Auch immer einen Besuch wert: Die Zebras.

Auch immer einen Besuch wert: Die Zebras.

Wir werfen noch einen Blick auf die Zebras nebenan, dann kehren wir um, zurück auf den offiziellen Rundweg.

Hier landen wir als nächste Station am ‚Eulenkloster‘, das momentan aber leider auch geschlossen ist.

Von außen kann man schon einmal hineinspähen, in die Welt der Eulen.

Von außen kann man schon einmal hineinspähen, in die Welt der Eulen.

Jetzt kommen noch einmal ein paar wahrhaft große Kaliber: Erst die Bisons, dann die Moschusochsen, die Giraffen, das Nashorn und die Nilpferde!

Nordamerikanische Bisons sind schon unglaublich beeindruckend! Was für Kolosse!

Nordamerikanische Bisons sind schon unglaublich beeindruckend! Was für Kolosse!

Moschusochsen sehen Rindern ähnlich, sind aber näher mit Ziegen und Schafen verwandt.

Moschusochsen sehen Rindern ähnlich, sind aber näher mit Ziegen und Schafen verwandt.

Immer faszinierend: Die grazilen Giraffen.

Immer faszinierend: Die grazilen Giraffen.

Das bekommt man nur selten vor die Linse: Das Nashorn hinter dickem Sicherheitsglas.

Das bekommt man nur selten vor die Linse: Das Nashorn hinter dickem Sicherheitsglas.

Die Nilpferde genießen vor ihrem Hippdom die Sonne - samt Nilpferdbaby.

Die Nilpferde genießen vor ihrem Hippdom die Sonne – samt Nilpferdbaby.

Auf dem Bauernhof

Beinahe sind wir schon am Ende unseres Zoobesuchs angelangt, aber es wartet noch der Clemenshof auf uns, ein erster Vorgeschmack der neuen Sortierung des Zoos nach geographischen Aspekten. Hier befinden wir uns eindeutig in Europa, wo vom Aussterben bedrohte heimische Nutztiere gezeigt werden.

Ich finde die Idee super, auch diese Arten neben den exotischen aus fernen Ländern in den Zoobesuch zu integrieren, denn wo können sonst Kinder, die in der Stadt groß werden, Hühner, Schweine oder Kühe beobachten und regelmäßig kleine Zicklein und Kaninchen streicheln?

Der Truthahn plustert sich ordentlich auf, das Gefieder sieht aus wie gemalt.

Der Truthahn plustert sich ordentlich auf, das Gefieder sieht aus wie gemalt.

Hühner, Enten und Kaninchen teilen sich eine Wiese.

Hühner, Enten und Kaninchen teilen sich eine Wiese.

Auch Kühe kann man hier aus der Nähe sehen.

Auch Kühe kann man hier aus der Nähe sehen.

...und natürlich jede Menge Ziegen.

…und natürlich jede Menge Ziegen.

In einem typisch bergische Fachwerkgebäude sind der Zoo-Shop und die Zoo-Schule untergebracht.

In einem typisch bergische Fachwerkgebäude sind der Zoo-Shop und die Zoo-Schule untergebracht.

Auch Hennes IX., das Maskottchen des 1. FC Köln, wohnt hier.

Auch Hennes IX., das Maskottchen des 1. FC Köln, wohnt hier.

Und dann sind wir aber wirklich am Ende angelangt. Und was gehört zu jedem Abschluss eines Besuchs im Kölner Zoo? Die bunte Traube aus Luftballons, die schon, als ich selber noch ein Kind war, hier angeboten wurden.

Den Delfin oder doch lieber den Marienkäfer?

Den Delfin oder doch lieber den Marienkäfer?

Ein erlebnisreicher Ausflug ist zu Ende, wir haben den Tag im Kölner Zoo wie immer sehr genossen und kommen bestimmt bald einmal wieder, um zu schauen, was es Neues gibt.

Und vielleicht kann man beim nächsten Mal ja auch schon wieder das Urwaldhaus oder das Aquarium besichtigen, die bei diesem Besuch leider außen vor bleiben mussten.


Kölner Zoo

Riehler Str. 173, 50735 Köln (Haupteingang, sowie Nebeneingang am Riehler Gürtel)
koelnerzoo.de

Ticket online kaufen: koelnerzoo.de/besuch#Eintrittspreise
Reservierung online vornehmen: koelnerzoo.de/reservierung-de

Zoo-Express (Bimmelbahn)

bimmelbahnen.com/zoo-express/

Seilbahn

koelner-seilbahn.de