Okay, in New York müsste die Pling-Fee schon ein wenig großzügiger in ihre Tasche greifen und am besten direkt mehr als einen weiteren Tag herausrücken!

Wir sind noch nicht einmal auf dem Weg zurück zum Flughafen, da beginnen wir schon damit, unsere persönliche „Was-wir-noch-in-New-York-machen-wollen-wenn-wir-demnächst-einmal-wiederkommen“-Liste zu erstellen.

Kleiner Spoiler: Wir brauchen nicht lange, um sie zu füllen. Jeder hat da so seine Favoriten, und im nullkommanix steht unsere nächste Reiseplanung für die Metropole der US-amerikanischen Ostküste. Naja, in unseren Träumen…

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Unsere Top 4 der Dinge, die wir beim nächsten Mal noch machen würden

1. Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge – wir haben es nicht geschafft. Die Zeit war irgendwann einfach um. Das wäre definitiv unsere Number One, die wir als erstes nachholen würden.

Möchte man – vor allem mit Kindern – nicht die ganze Strecke aus Manhattan rüber nach Brooklyn und danach wieder zurück laufen, empfiehlt es sich, mit der Subway hinüber bis ‚Jay Street/MetroTech Station‘ (A, C, F), bis ‚Court Street Station‘ (N, R) oder bis ‚Borough Hall Station‘ (2, 3, 4, 5) zu fahren und von dort den Spaziergang in nur eine Richtung beginnen zu lassen.

So hat man die majestätische Skyline von Manhattans Wolkenkratzern die ganze Zeit genau im Blick, während man darauf zugeht!

Doch Obacht: Es gibt eine klar aufgezeichnete Spur für Radfahrer und eine für Fussgänger, und man sollte sich besser peinlichst genau daran halten, möchte man nicht rüde (und zu recht) weggeklingelt werden.

Außerdem ist die beste Zeit abends zum Sonnenuntergang, wenn die Lichter angehen – aber eigentlich ist es hier zu jeder Tageszeit total beeindruckend und es ist auch ehrlich gesagt einfach immer viel los dort.

Die meiner Meinung nach beste, umfassendste und nicht zu übertreffende Erklärung inkl. eingezeichneten Hinweisen auf Karten und einer genauen Beschreibung anhand Fotos für den Zugang auf beiden Seiten findet ihr auf der Seite von ‚freetoursbyfoot.com‚, die ich jedem Interessierten hiermit gerne ans Herz legen möchte.

2. Coney Island

Coney Island erhält zwiespältige Bewertungen: Die Halbinsel in Brooklyns Süden zeigt die Sonnen- und die Schattenseite von Amusement und Vergnügungsparks.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstanden hier erste Schießbuden, Fahrgeschäfte, Pferderennen, Achterbahnen, Zirkuszelte und Kuriositätenkabinette. An der gesamten Atlantikküste entlang fand man bald ganze Vergnügungsparks, und das Gebiet war zur damaligen Zeit das größte der Welt, weit größer als Hollywood oder Disneyland!

Doch die Gegend zog auch zwielichtige Gestalten und Geschäfte an, und verfiel.

Heute kann man also dort sowohl Zeit im verbliebenen, nach wie vor noch geöffneten Vergnügungspark verbringen, als auch den leicht morbiden Charme der teilweise schon Jahrzehnte geschlossenen und inzwischen heruntergekommenen auf sich wirken lassen.

Nicht zu vergessen, dass es hier auch immer noch den Atlantik samt Sand und Promenade gibt, wo man bei schönem Wetter einfach mal am New Yorker Strand chillen oder baden kann.

Die nächstgelegene Subway-Station ist ‚Coney Island – Stillwell Avenue‘ (D, F, N, Q), von dort aus sind es nur wenige Meter bis zur Beach!

3. Cookie Dough & Cronuts

Cookie Dough und Cronuts sind der eigentlich-nicht-mehr-ganz-so-neue neueste-heiße-Scheiß in New York City: Einmal ist das roher Teig (ehrlich gesagt keine Ahnung, was daran so spektakulär sein soll, das gibt es bei uns in der Küche dauernd) und das andere sind eine Mischung aus Croissants und Donuts – fettig trifft zuckrig, das kann zwar nie im Leben sonderlich gesund, aber sicher ja nur lecker sein!

‚Cookie Dough‘ gibt es z.B. hier: DŌ NYC, 550 LaGuardia Place in Greenwich Village.
‚Cronuts‘ hat Dominique Ansel erfunden, jeden Tag gibt es 300 Stück in seiner Bakery in der 189 Spring Street in Soho zu kaufen. Sind die weg, sind sie weg. Dann muss man es am nächsten Tag noch einmal probieren.

4. Harlem Gospel Singers

Nördlich von Manhattan, noch über der Upper West Side, liegt Harlem. Traditionell wohnen dort mehrheitlich Afroamerikaner, und so ist hier auch der Gospel zuhause: die mitreißenden Kirchenlieder christlichen Ursprungs, die mit Elementen aus Jazz, Pop und R&B verbunden sind und Gottesdiensten ihre ganze eigene, andere Atmosphäre verleihen, als wir es von zuhause gewohnt sind. Weltberühmt sind die ‚Harlem Gospel Singers‘, die ihre Lieder sehr erfolgreich in vielen Ländern und oft live performen.

Und wo könnte man einmal in diese Welt eintauchen als in Harlem selber? Bei AirBnB’s ‚Entdeckungen‘ habe ich die wunderbare Vi gefunden, bei deren ‚Mama Foundation for the Arts‘ in ihrem Haus in Harlem man zunächst einiges über Geschichte und Herkunft der Musikrichtung erfährt und danach bei einer echten Chorprobe zuschauen kann.

Wir haben es leider, leider dann doch nicht hingeschafft, aber der Kontakt zu Vy war schon so nett und herzlich, und ihre Bewertungen bei AirBnB sind alle fantastisch, so dass ich sie hier unbedingt empfehlen möchte: airbnb.de/experiences/47646

Ansonsten gibt es auch noch professionelle Touranbieter (findet ihr natürlich bei Google), über die man an echten Kirchenmessen mit Gospelbeteiligung teilnehmen kann. Nicht alle Gemeinden sind erfreut über spontane Touristen, die nur zuschauen wollen, so dass es sich unbedingt lohnt, hier vorab zu recherchieren oder die Auswahl in professionelle Hände zu legen, um niemanden bei der Ausübung seiner Religion, denn nichts anderes ist Gospelgesang letzten Endes, zu verstimmen oder zu stören.