Jedes Land und jede Region auf der Welt hat ja einige Besonderheiten, die es von unserer gewohnten Umgebung unterscheiden und die einem direkt auffallen, wenn man dort zu Besuch ist. Auch in Dänemark und so auch in Kopenhagen sind einige Dinge anders, als wir sie von zuhause kennen:

[Werbung, weil Namensnennung]

Gut zu wissen in Dänemark

1. Dänisches Geld und Bargeld vs. EC Karte

Dänemark gehört zur EU, hat aber seine Währung behalten: Dort zahlt man mit dänischen Kronen (DKK), die jeweils in 100 Øre unterteilt werden. Das sind auch die besonders bei den Kindern beliebten, ausgefallenen Münzen mit den Löchern drin.

Kartenzahlung ist in Dänemark wie in ganz Skandinavien wesentlich verbreiteter als bei uns zuhause in Deutschland. Selbst kleinste Beträge werden anstandslos mit der Karte bezahlt, und überall gibt es spezielle Kassen oder Automaten, an denen man ausschließlich bargeldlos zahlen kann, um schneller voranzukommen.

2. Regenjacke sticht Regenschirm

In Dänemark kann es, wie allgemein im Norden Europas, schon öfter einmal zwischendurch schütten.

Will man sich dabei nicht allzu offensichtlich als Tourist outen, lässt man den Regenschirm zuhause und geht mit Regenjacke raus, wie die Dänen auch.

3. Snack = Smørrebrød

In Dänemark wird traditionell abends warm und gemeinsam mit der Familie gegessen, schließlich ist es dank flächendeckender Kinderbetreuung eins der Länder mit der höchsten Quote an Vollzeit arbeitenden Frauen.

Mittags erhält man deshalb überall traditionell ‚Smørrebrød‘ (gesprochen: Smörrebröd), ein reich belegtes Butterbrot in unzähligen Varianten und Kombinationsmöglichkeiten: mit Fisch, Krabben, Kaviar, Käse, Pastete, Wurst, Fleisch, Eiern, Gemüse und verschiedenen Saucen wie Mayonnaise oder Remoulade. Sollte man also als „typisch dänisches Gericht“ unbedingt probieren, wenn man Gelegenheit dazu erhält.

4. Wenn man kein Dänisch spricht…

… hat man keine Probleme, sich überall mit Englisch zu verständigen. Mitunter funktioniert sogar auch Deutsch, denn an allen dänischen Schulen wird sämtlichen Schülern neben Englisch auch noch eine weitere Sprache, Deutsch oder Französisch, unterrichtet.

Was kann man denn noch unternehmen in Kopenhagen?

1. Der Strand von Amager

Kopenhagen hat auch einen richtigen Strand vor der Haustür: Den Amager Strandpark mit Dünenlandschaften, Parks, einer Promenade und natürlich – Strand. Zu erreichen ist er über gleich drei Stationen der Metro M2: Öresund, Amager Strand und Femøren.

2. Schlösser, Burgen und Paläste

Gleich mehrere prachtvolle Schlösser stehen im Kopenhagen Stadtzentrum zur Entdeckung zur Verfügung, da fällt die Wahl schwer: Schloss Amalienborg, Schloss Christiansborg und Schloss Rosenborg.

In Schloss Amalienborg besteht aus vier Gebäudeensembles, von denen eins der Öffentlichkeit zugänglich ist. Außerdem wohnt hier die dänische Königin und man weiß, dass sie zuhause ist, wenn die Flagge gehisst ist.

In Schloss Christiansborg tagen die dänische Exekutive, Legislative und Judikative: Sowohl das Parlament als auch das Oberste Gericht als auch Empfangsräume von Ministerpräsident und König finden hier Platz.

In Schloss Rosenborg ist das gesamte Schloss samt Inneneinrichtung ein historisches Museum. Hier kann man sich die Kronjuwelen, Kronen und den reich geschmückten Rittersaal anschauen.

Und das sind nur die drei, die sich mitten in Kopenhagen befinden – außerhalb gibt es noch einige mehr zu erkunden.

3. Museen

Auch an Museen ist für wirklich jeden Geschmack etwas zu finden in Kopenhagen, und die allermeisten haben direkt spezielle Angebote für Kinder jeden Alters im Programm.

Da wären zum Beispiel die Ny Carlsberg Glyptotek mit tollen Skulpturen und Bildern und einem wunderschönen Wintergarten, den ‚Black Diamond‚, die königliche Bibliothek, die komplett mit schwarzem Marmor verkleidet wurde, das Dänische Nationalmuseum mit allem Wissenswerten zu dänischer Kultur und Geschichte, das ‚Thorvaldsens Museum‚ mit Werken der Bildhauerei und der Malerei alter Schule, oder das ‚Designmuseum Danmark‚, das eine Übersicht dänischer Designkunst aus verschiedenen Jahrhunderten zeigt, und noch so viele mehr.

4. Der Freistaat Christiania

Auf einem alten Militärgebiet direkt neben der Altstadt von Kopenhagen entstand seit den 70er Jahren eine alternative Wohnsiedlung, da Mangel an bezahlbarem Wohnraum bestand. Von Anfang an waren es vor allem Mitglieder der Hippie-Bewegung, die sich hier ansiedelten und eigene Regeln und Gesetzt aufstellten, und bis heute ist dieser Ort ein vom Staat geduldetes autonomes Gebiet.

Neben Yoga, Meditation und kulturellen Aufführungen gehörten allerdings auch Drogenkonsum und Unruhen zum Stadtbild, so dass der ‚Lebensstil Christianias‘ und ein Besuch dort aus meiner Sicht eher zwiespältig zu sehen sind. Mittlerweile sind auch Fotos von Besuchern in bestimmten Bereichen verboten.

Nichtsdestotrotz bietet Kopenhagen eine Menge unterschiedlichster Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, langweilig wird einem in dieser eher kleinen Hauptstadt Europas so schnell nicht!