Tag 03: Unser Plan heute: früh aufstehen! Ähnlich wie letzte Woche in Sylt versagen wir aber völlig, ich habe keine Ahnung, wie wir jemals in den Alltag mit Schule und Arbeit zurückkehren sollen.

Wir checken also aus, und dann geht’s nach dem überraschenden Tag Regenpause gestern nun aber wirklich endlich los! Aufgeregt schnappen wir uns die Räder, beladen meins mit den Satteltaschen mit unserem gesamten Hab und Gut für die nächsten Tage darin und stehen startbereit vor der Jugendherberge in Trier, wo wir übernachtet haben.

Startklar mit unseren Rädern vor der Jugendherberge in Trier.

Startklar mit unseren Rädern vor der Jugendherberge in Trier.

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Es geht los!

Entlang der Mosel radeln wir bis zur ersten Brücke, dort fahren wir hinüber auf die andere Seite:

Die erste Brücke - Seitenwechsel auf das linke Moselufer.

Die erste Brücke – Seitenwechsel auf das linke Moselufer.

Ab dann führt der Weg allerdings erstmal durch Industriegebiet und Hafen, aber das wussten wir vorher und es gibt wohl keine richtig gute Alternative, zumindest beschweren sich auch in allen Reiseführern und Blogs andere Radler über diesen Teil der Strecke.

Aber dann schlagen wir den Bogen zurück an die Mosel:

Geschafft - da ist sie wieder, die Mosel.

Geschafft – da ist sie wieder, die Mosel.

Und ab hier ist es schon richtig schön!

Wir fahren über weitere Brücken…

Das ist schon richtig beeindruckend, wie sich die Berge da rechts und links erheben und die Mosel sich dazwischen durchschlängelt.

Das ist schon richtig beeindruckend, wie sich die Berge da rechts und links erheben und die Mosel sich dazwischen durchschlängelt.

… vorbei an unendlichen, schnurgerade gezogenen Rebfeldern…

Ja, hier regiert der Wein - Rebstöcke, wohin man auch schaut.

Ja, hier regiert der Wein – Rebstöcke, wohin man auch schaut.

… und, natürlich, immer an der Mosel lang.

Nun, einmal auf dem Mosel-Radweg eingefunden, ist der Weg ein leichtes. Wir kommen gut klar mit unseren Rädern, und die Mädchen fahren schon einmal gemeinsam oder manchmal auch nur eines alleine ein Stück voraus.

Immer bis zur nächsten Kreuzung, machen wir aus. Da muss man warten, bis wieder alle zusammen sind.

Hier ist die Route richtig schön: Immer am Ufer der Mosel entlang.

Hier ist die Route richtig schön: Immer am Ufer der Mosel entlang.

Wir radeln immer weiter vor uns hin, den Mädels gefällt es total gut (was ein Glück!) und wir genießen die Aussicht, wie hier, auf eine ferne, imposante Talbrücke:

Schwindelerregende Höhe: Eine Talbrücke über das Moseltal.

Schwindelerregende Höhe: Eine Talbrücke über das Moseltal.

Und natürlich machen wir unendlich viele Pausen.

Gefühlt sind wir selten mehr als 5 Minuten am Stück durchgefahren, bei dem Wetter muss man einfach andauernd trinken, quasi in jedem potentiellen Stückchen Schatten halten wir an.

Keinesfalls machen wir in der Sonne einen Stopp, denn dort ist es nicht auszuhalten.

Hier befinden wir uns gegenüber von Mehring, einem Dorf, das – zumindest vom gegenüberliegenden Ufer aus – sehr malerisch wirkt:

Mehring an der Mosel.

Mehring an der Mosel.

Schon wieder Pause: Dieses Mal im Schatten unter Bäumen auf einer kleinen Bank vor Detzem.

Pause im Schatten vor Detzem an der Mosel.

Pause im Schatten vor Detzem an der Mosel.

Dann sind wir endlich angekommen, in Leiwen, wo wir in der Zehntscheune einer Strausswirtschaft aus dem 16. Jahrhundert übernachten. Ansonsten schlafen wir auf unserer Radtour in Jugendherbergen, aber hier ist ein ‚Loch‘ – es gib keine in der Nähe.

In der Strausswirtschaft in Leiwen

Straußwirtschaften nennt man in der Gegend um Rheinland-Pfalz Gastbetriebe von Winzern und Weinbauern, die nur saisonal geöffnet sind. Zu diesen bestimmten Zeiten können die Weinbauern hier ihren selbsterzeugten Wein direkt vermarkten, und meist gibt es auch kleinere Speisen dazu.

Mit ‚unserer‘ Strausswirtschaft, dem Kurtrierer Hof, haben wir es gut getroffen: Richtig idyllisch ist es hier!

Hier könnte man glatt vergessen, in welchem Jahr(-hundert) wir uns befinden!

Hier könnte man glatt vergessen, in welchem Jahr(-hundert) wir uns befinden!

Der Eingang zur obligatorischen 'Weinstube'. Hier bekommen wir morgen früh auch unser Frühstück!

Der Eingang zur obligatorischen ‚Weinstube‘. Hier bekommen wir morgen früh auch unser Frühstück!

Räder sicher geparkt, frisch geduscht, ein einfaches, aber sehr köstliches Abendessen gegessen, so probieren wir noch leckeren Wein aus eigener Herstellung (also nur ich) und hervorragenden Traubensaft, der ganz anders schmeckt als der aus dem Supermarkt, und lassen den Tag gemütlich im Innenhof ausklingen.

Heute gehen wir früh hoch und schlafen ziemlich bald in unseren bequemen Betten, denn morgen wollen wir nun aber wirklich vor der Hitze unterwegs sein: Es geht weiter von Leiwen über Bernkastel-Kues nach Traben-Trarbach!


Interessiert an Tipps & Tricks, die euch beim Planen eurer eigenen, mehrtägigen Radtour mit Kindern helfen? 

Findet ihr mit einem Klick hier: 
Der Moselradweg – oder: Wie plane ich eine mehrtägige Radtour mit Kindern?

 

Lieber direkt weiter mit dem nächsten Teil unserer Radtour? Dann hier entlang:
Etappe 02: Von Leiwen über Bernkastel-Kues nach Traben-Trarbach

Weinhaus Kurtrierer Hof

Tränkgasse 4
54340 Leiwen
Tel.: +49 6507 3025
info@kurtrierer-hof.de
www.kurtrierer-hof.de