Wo gibt es das beste indische Essen (außer in Indien)? In England natürlich.

Nach dem zweiten Weltkrieg fehlten in England viele Arbeitskräfte, und die kamen aus den Gebieten des ehemaligen Commonwealth, aus der vormaligen Kronkolonie Indien. Was für ein Glück: Denn sie brachten ihr Essen mit! Und, sagen wir mal, in der britischen Küche war durchaus noch Platz frei für leckere, gesunde und abwechslungsreiche (und scharfe!) Gerichte.

Yummy!!!

Yummy!!!

Wir essen sowieso gerne indisch, und so fühlen wir uns in London direkt wohl, wo es an jeder Ecke nach Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Kardamom und Ingwer riecht. Kaum überraschend verschlägt es uns so auch direkt an unserem ersten Abend in die ‚Masala Zone‘, deren Kette praktischerweise eine Filiale direkt um die Ecke von unserem Hotel hat.

Und so verbringen wir den Abend glücklich zwischen Chicken Tikka Masala (das britische Standardgericht, das es in Indien selber so übrigens gar nicht gibt), Chicken Saag, Samosas und Naan Brot und rollen danach glücklich und satt von dannen.

Tipp: Es gibt auf der Webseite der Masala Zone immer mal wieder Gutscheine und Rabatte. Es lohnt also, vor einem Besuch vorbeizuschauen, um ein paar Pfund oder Pennys zu sparen.

The Wellington – Fish ’n‘ Chips im britischen Pub

Das Wellington ist der Inbegriff eines britischen Pubs, benannt nach einem Duke, der, was sonst, Napoleon besiegt hat. Untergebracht in einem standesgemäßen Gebäude mit jeder Menge Charakter und Eigenheiten, z.B. schönen Buntglas-Fenstern und urgemütlichem Interieur mit weinroten Ledersitzen.

Das Wellington: Ein typisch britischer Pub mit Restaurant im Obergeschoß.

Das Wellington: Ein typisch britischer Pub mit Restaurant im Obergeschoß.

Den eigentlichen Pub im Erdgeschoß dürfen die Kinder nicht betreten – hier sind nur Erwachsene zugelassen, und das ist absolut üblich so.

Aber ich hatte mich vorher erkundigt: Man darf die Kinder am Pub vorbeischleusen und gelangt so über eine Treppe direkt ins Obergeschoß: Dort ist es nämlich offiziell ein Restaurant und Kinder zugelassen. Wir machen es uns an einem Tisch gemütlich und schnuppern so zumindest einen Hauch von Pub-Atmosphäre.

Hier gibt es deftiges, typisch britisches Essen und was bestellen wir natürlich? Fish ’n‘ Chips mit Erbsen, das klassische Menü Englands schlechthin. Das ist richtig lecker und die Portionen mehr als reichlich. Genau das richtige an einem zumindest vom Wetter her eher trüben Tag.

Einmal aus der britischen Reihe tanzen: Frische italienische Pasta im ‚Mangio‘

Eigentlich versuchen wir ja immer, uns auf Reisen landestypisch zu ernähren. Aber es hat sich ein kleiner Ausrutscher Richtung italienische Küche eingeschlichen, wir konnten nicht widerstehen! Und da London ja bekanntlich sehr international is(s)t, kann man es vielleicht gelten lassen: Ein italienisches Restaurant, besser gesagt: eine kleine, italienische Bottega.

Täglich selbstgemachte feinste Pasta, frische Zutaten, blitzsauberer Laden, freundlicher Service, entspanntes Essen vor Ort oder zum Mitnehmen für einen bezahlbaren Preis. Wenn man von der Millennium Bridge herunter spaziert Richtung St. Paul’s Cathedral kommt man direkt daran vorbei (linke Seite). Leider wenig Sitzplätze, aber sie arbeiten wohl daran.


Anfahrt

Masala Zone: 
Masala Zone Earls Court, 147 Earls Ct Rd, London SW5 9RQ sowie weitere Filialen in Covent Garden, Soho, Bayswater, Camden, und mehr.
Öffnungszeiten: mittags und abends, am Wochenende durchgängig. Vgl. www.masalazone.com

The Wellington:
351 The Strand, London, Greater London, WC2R 0HS. Siehe www.nicholsonspubs.co.uk.
Öffnungszeiten: 10:00 – 22:30 Uhr, am Wochenende bis Mitternacht.

Mangio: 
30-32 Knightrider St, London EC4V 5JT.
Öffnungszeiten: morgens bis abends, variieren aber je nach Tag, daher am besten kurz checken unter mangio.co.uk.