Mmmmmh, die österreichische Küche!
An der kommen wir in Wien natürlich nicht vorbei, und da hätten wir auch wirklich etwas verpasst.

Rein subjektiv erzähle ich euch hier, wo es uns gut gefallen hat oder was uns besonders in Erinnerung geblieben ist:

Das Brandauer Schlossbräu

Nach einem ziemlich frühen Flug mit zwei gesundheitlich leicht angeschlagenen Kindern (es lief nicht ganz so rund die letzte Zeit bei uns) benötigen wir alle drei nach einem kurzen Ausruhen in unserem Gottseidank schon früher als erwartet bezugsfertigen Zimmer dringend, also wirklich äußerst dringend, eine solide Stärkung.

Überhaupt stellt sich auch bei unseren zukünftigen Reisen das erste Essen vor Ort mit schöner Regelmäßigkeit als gefühlt tatsächlicher Beginn heraus – dann sind wir angekommen!

In Wien ist dieser erste Anlaufpunkt das ‚Brandauer‘ in Hietzing, gleich um die Ecke von unserem Hotel, und bis heute hat es einen festen Platz in unserem Herzen: Ein waschechtes, zünftiges Brauhaus.

Es hat viel Platz, es ist gemütlich, die Kellner sind wahnsinnig nett und das Essen ist gut, deftig, und reichlich.

Im Innenhof von Brandauers Schlossbräu in Hietzing.

Im Innenhof von Brandauers Schlossbräu in Hietzing.

Ein kastanienbewachsener Innenhof, das Restaurant selbst in einem prunkvollen, ehemaligen Ballsaal (im Biedermeiertanzsaal tanzte einst die feine Gesellschaft und sogar Johann Strauß spielte dort auf).

Ein echter Baum als Dekoration mittendrin und von der Decke gespannte Tücher in den Farben Wiens und Österreichs ergeben eine wunderbar gediegene, behagliche Atmosphäre.

Ein Blick nach oben im Brauhaus.

Ein Blick nach oben im Brauhaus.

Wir essen uns einmal quer durch das Mittagsbuffet: köstliche, hausgemachte klare Rindsuppe mit Frittaten (Pfannkuchenstreifen) oder Leberknödeln, Pinzgauer Kasnocken (so eine Art Käse-Spätzle), Schweinebraten wie von meiner Oma, Rindsrouladen, Fiakergulasch, Serviettenknödel, und natürlich hat es hier keine Bratkartoffeln, sondern Braterdäpfel, und dazu Apfelkren (Apfelmus), und die Kinder trinken Kracherl (Limo).

Wir fühlen uns sehr wohl, bleiben noch eine ganze Weile sitzen, lesen die hauseigene Zeitung, die gleichzeitig Speisekarte ist und schauen dem Treiben der anderen Gäste und, vor allem: hören dem Wiener Dialekt zu. Wunderbar!

Im Figlmüller

Mitten im Zentrum, in der inneren Stadt, steht eine wahre Institution seit mehr als 100 Jahren, das Figlmüller. Es gibt mittlerweile in der vierten Generation zwei Filialen, eine in der Wollzeile und eine wenige Schritte weiter in der Bäckerstrasse.

In beiden gibt es als Spezialität gar köstliche Schnitzel, und die sind größer als der Teller!

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Riesig und lecker! Figlmüllers Schnitzel.

Riesig und lecker! Figlmüllers Schnitzel.

Es gibt auch Beilagen dazu zu bestellen, aber ehrlich, hierher kommt man der Schnitzel wegen. Die Kinder staunen, so etwas haben wir noch nicht gesehen. Und total lecker sind sie auch.

Bei diesem Klassiker handelt es sich übrigens um das sogenannte ‚Figlmüller Schnitzel‘, aus der Karreerose vom Schwein, ausgebacken in Pflanzenöl in drei verschiedenen Pfannen. Nicht zuverwechseln mit dem originalen ‚Wiener Schnitzel‘ aus Kalbfleisch, das zumindest in der Bäckerstraße aber auch angeboten wird. Nur, dass wir uns nicht missverstehen!

Natürlich schaffen wir die Portionen nicht ganz, aber die Reste bekommt man selbstverständlich eingepackt. Wir sind nicht die einzigen…

Reservieren ist angeraten, das ist auch online möglich. Wir haben es ohne probiert, und in der Wollzeile war alles auf Stunden belegt. In der Bäckerstrasse gab es dann aber noch Platz für uns. Dort war es gefühlt auch etwas ruhiger und mehr Platz, so dass wir sehr zufrieden waren.


Anreise & Öffnungszeiten

Brandauers Schlossbräu: Am Platz 5, 1130 Wien. Täglich 10:00 – 24:00 Uhr. Mehr Infos siehe bierig.at.

Figlmüller: Wollzeile 5, 1010 Wien & Bäckerstraße 6, 1010 Wien. Mehr Infos siehe figlmueller.at.