Zuerst: Warum nach Wien allein mit Kindern?

An dieser Stelle muss ich ein wenig ausholen und erklären, wie wir überhaupt zu unserer Reise nach Wien gekommen sind, nämlich wie die Jungfrau zum Kinde:

Der Sommer ist gerade vorbei, und wir sind frisch mit einem ganzen Sack voller Eindrücke aus Barcelona, unserer ersten großen Reise zu dritt, zurückgekehrt. Das war toll dort, mit den Kindern, denke ich mir. Wer weiß, vielleicht machen wir nächsten Sommer ja noch einmal so einen Urlaub? Und damit ist, zuhause im Alltag angekommen, das Thema Reisen eigentlich erst einmal abgehakt.

Es beschäftigt mich aber wohl doch noch, denn ich folge schon seit einiger Zeit aus reinem Spaß an der Freud dem urlaubsguru.de, einer – damals noch recht neuen und überschaubaren – Seite mit Urlaubsangeboten, die ich irgendwie sympathisch und nett gemacht finde.

Und im beiläufigen Scrollen auf meinem Newsfeed sehe ich nur aus dem Augenwinkel mit einem Mal das Bild eines wunderschönen Hotels, das geradezu aussieht wie ein in cremefarbenen Marmor gegossener, verschnörkelter, feinster Traum von einer Kuchenschnitte.

Außenansicht des Parkhotel Schönbrunn, © Austria Trend Hotels. Das Bild wurde mir netterweise vom Österreichischen Verkehrsbüro zur Verfügung gestellt - das Wetter hat bei unserem Aufenthalt einfach nicht mitgespielt und so kann ich dir zumindest den Hauch einer Ahnung davon geben.

Außenansicht des Parkhotel Schönbrunn, © Austria Trend Hotels. Das Bild wurde mir netterweise vom Österreichischen Verkehrsbüro zur Verfügung gestellt – das Wetter hat bei unserem Aufenthalt einfach nicht mitgespielt und so kann ich dir zumindest den Hauch einer Ahnung davon geben.

Ich scrolle zurück und staune über ein prima Angebot für zwei Personen in diesem Schlosshotel in Wien. In der Ferienzeit! Ein Kind zählt als der zweite Erwachsene, den wir ja nicht haben, und das andere Kind ist dafür ohne Aufpreis inklusive, das passt für uns drei!

Nur spaßeshalber – kann ja nicht sein, oder? – checke ich kurz Flüge, und tatsächlich sind auch dort zu passenden Terminen richtige Schnäppchen zu finden. Ich rechne kurz durch, und buche. Und kann danach kaum glauben (wie übrigens eigentlich immer, und immer noch bei jeder Reise), dass ich das wirklich getan habe. Schon wieder weg? Verrückt! Macht man denn sowas, alleinerziehend mit zwei Kindern?

Und so stehen die Mädchen und ich nur wenige Wochen nach unserem ersten großen Urlaub zu dritt schon wieder am Flughafen, und so kommen wir nach Wien, in dieses wunderbare Hotel. Danke, Urlaubsguru!

Logieren in Hietzing: Das Parkhotel Schönbrunn

Eigentlich widerspricht unser Zuhause auf Zeit in Wien völlig meinen gerade frisch aufgestellten Kriterien für Unterkünfte beim Reisen insbesondere mit Kindern: Lage, Lage, Lage! Kurze Wege für kurze Beine.

Das Parkhotel Schönbrunn liegt aber keineswegs im Zentrum von Wien, sondern in einem Vorort, in Hietzing. Aber: daneben, wirklich genau daneben, liegt das berühmte Schloss Schönbrunn, ehemalige Sommerresidenz der Habsburger, mitsamt dem zugehörigen Schlosspark und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten in diesem Komplex.

Hier hätten wir bei unserem Besuch in Wien sowieso viel Zeit verbracht, und so ist es hier für uns dieses Mal in Ordnung, „draußen“ zu wohnen. Außerdem ist die Anbindung super: die Straßenbahn fährt direkt vor der Tür und die U-Bahn mit direkter Anbindung in die Innenstadt hält um die Ecke. Und einen ganzen Park mit viel Platz und viel Ruhe geradewegs zu Füßen liegen zu haben, das ist sicher nicht schlecht auf einer Reise, insbesondere, wenn man Kinder im Gepäck hat.

So ist alles gut, und wir bereuen unsere Entscheidung zu keinem Zeitpunkt.

Der Ausblick aus unserem geräumigen Zimmer auf den Wiener Stadtteil Hietzing. Völlig verregnet draußen, leider, aber das macht es drinnen nur noch behaglicher. Vorne fährt die Bim, sehr praktisch!

Der Ausblick aus unserem geräumigen Zimmer auf den Wiener Stadtteil Hietzing. Völlig verregnet draußen, leider, aber das macht es drinnen nur noch behaglicher. Vorne fährt die Bim, sehr praktisch!

Zu Gast im ehemaligen Gästehaus des Kaisers

Auf ewig in Erinnerung bleiben wird uns das Frühstück im Parkhotel Schönbrunn, kurz: Es ist einfach bombastisch! Die Mädchen sind beeindruckt von den Köchen, die persönlich für jeden einzelnen Gast Eier frisch und ganz nach Wunsch zubereiten und vom Personal, das formvollendet Heißgetränke an den Tisch bringt und mit geübten Handgriffen wieder und wieder alles aufräumt, so dass alles immer ganz wunderbar und perfekt aussieht.

Es fehlt an nichts und wir frühstücken jeden einzelnen Morgen ganz in Ruhe (und kommen dadurch auch ab und zu schon einmal zu spät los mit unseren Tagesplänen).

Draußen dämmert es noch: Morgens früh im Frühstücksraum beim köstlichsten Frühstück, das man sich vorstellen kann.

Draußen dämmert es noch: Morgens früh im Frühstücksraum beim köstlichsten Frühstück, das man sich vorstellen kann.

Das Haus kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken: Werke von Johann Strauß, Vater und Sohn, wurden an dieser Stelle uraufgeführt und nach der Umgestaltung in ein Hotel Anfang des letztes Jahrhunderts nächtigten hier die Gäste des letzten Kaisers von Österreich, Franz Josef I.

Danach diente es im Wandel der Zeit im Krieg als Lazarett, später als Offizierscasino der Briten und schließlich nun wieder als Hotel, das den imperialen Charme der Wiener Kaiserzeit wieder aufpoliert hat und bewahrt.

Wir erhaschen einen Blick in den Ballsaal! Dieser ist nicht täglich geöffnet, sondern nur zu besonderen Anlässen: Jedes Jahr tanzen hier tausende Ballköniginnen und -könige auf rauschenden Festen.

Wir erhaschen einen Blick in den Ballsaal! Dieser ist nicht täglich geöffnet, sondern nur zu besonderen Anlässen: Jedes Jahr tanzen hier tausende Ballköniginnen und -könige auf rauschenden Festen.

Viele Details bleiben uns in Erinnerung, seien es die schwarz-weiß diagonal verlegten Fliesen, die verspiegelten Aufzüge, die traditionellen Jagdszenen auf den Gemälden über unseren Betten, überhaupt die vielen Porträts wichtiger und ernst dreinblickender Menschen an den Wänden, und generell die wunderbare höfliche und gediegene Atmosphäre im gesamten Hotel, das freundliche, nette und hilfsbereite Personal und natürlich, die Goldverzierungen allüberall und die schimmernden Kronleuchter.

Selbst die Kronleuchter machen hier besonderen Eindruck: 22 Stück aus Kristall gibt es im gesamten Hotel.

Selbst die Kronleuchter machen hier besonderen Eindruck: 22 Stück aus Kristall gibt es im gesamten Hotel.

Wir genießen unsere Zeit hier sehr und können einen Aufenthalt hier jedem wärmstens ans Herz legen, der einmal nach Wien kommt!


Adresse

Austria Trend Parkhotel Schönbrunn
Hietzinger Hauptstr. 10-14
1130 Wien
Österreich